News Ticker

Zink – essenzielles Spurenelement und multifunktionaler Mineralstoff

Zink für schöne Haare

Etwa zwei Milliarden Menschen weltweit haben alarmierenden Zinkmangel, besagen neueste wissenschaftliche Ernährungsstudien der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Auch in hochentwickelten westlichen Industrienationen ist Zinkmangel keine Seltenheit. Der Hauptgrund hierfür sind falsche Ernährungsgewohnheiten. Ein optimal ausbalancierter Zinkspiegel fördert nicht nur die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln – er verbessert auch die allgemeine Lebensqualität.

Zink im Organismus

Zink ist ein chemisches Element und in reiner Form ein bläulich-weißes, sprödes Metall. Nach Eisen ist Zink das zweitwichtigste Metall im lebenden Organismus. Außerdem ist es ein anorganischer Nährstoff (Mineralstoff), lebenswichtig für Menschen, Tiere und Pflanzen. Es wird im Körper nicht gespeichert und kann nur über die Ernährung von außen zugeführt werden. Gesunde Menschen decken ihren täglichen Zinkbedarf ausreichend über die Nahrungsaufnahme ab.

Mineralstoff mit gesundheitsfördernder Schlüsselfunktion

Das essenzielle Spurenelement ist Bestandteil wichtiger Enzyme und erfüllt eine Schlüsselfunktion im Stoffwechsel. Der anorganische Supernährstoff ist zudem am Aufbau der Erbsubstanz beteiligt und kurbelt das gesunde Zellwachstum und die Abwehrkräfte des Immunsystems an. Zink verfügt über hervorragende antivirale Eigenschaften und wirkt zusätzlich als kraftvolles Antioxidans, das schädigende freie Radikale bindet. Neue wissenschaftliche Studien attestieren Zink darüber hinaus stark heilungsbeschleunigendes Potenzial in Verlauf und Ausprägungsgrad von Erkältungskrankheiten.

Zinkpräparate für schöne Haut, Haare und Nägel

Cremes, Lotionen und Salben mit Zinkoxid oder Zinkstearat (Zink plus Stearinsäure) sind bewährte Kosmetika für Problemhaut. Zinkbasierte Präparate – oftmals in Kombination mit Linolsäure, Selen, Panthenol und Vitamin E – haben einen positiven, entzündungshemmenden Einfluss auf unreine Haut und Akne sowie auf ekzematische Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Psoriasis. Im Zusammenspiel mit Vitamin C werden die pflegenden Eigenschaften deutlich erhöht. Zinkpräparate sollten nur bei akuten Mangelerscheinungen und erhöhtem Bedarf, beispielsweise nach Verbrennungen und operativen Eingriffen, verabreicht werden.

Zinkreiche Ernährung – eine Investition in die Gesundheit

Aktuelle Ernährungsberichte bescheinigen der Mehrzahl der Deutschen einen guten, tendenziell sogar überdosierten Zinkhaushalt. Die empfohlene optimale Tagesdosis laut WHO liegt für Frauen bei 12 mg. Zinkmangel äußert sich vor allem in Wachstumsstörungen und Anämie – das Immunsystem ist geschwächt und Haarausfall, Hautreizungen und brüchige Nägel sind die Folge. Insbesondere Säuglinge, Jugendliche, Senioren, Schwangere, Stillende und Vegetarier und Veganer haben einen erhöhten Zinkbedarf. Hochkonzentrierte Zinklieferanten sind vor allem rotes Fleisch, Leber, Seefisch, Austern, Meeresfrüchte, Eier, Gouda- und Butterkäse, Pilze, Hefen, Nüsse, Linsen, Haferflocken, Weizenkeime und Grüner Tee.

Zink und Schwangerschaft

Ein Zinkmangel in der Schwangerschaft ist eher selten. Auslöser kann allerdings ein schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck sein. Diesen hat Ihr Arzt aber stets im Auge und kann dem gut vorbeugen. Zink braucht Ihr Baby ebenfalls für die Entwicklung seines Gehirns. Mehr Informationen zum richtigen Essen in der Schwangerschaft finden Sie bei familie.de.

Vorsicht vor Zinküberdosierung

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Obergrenze bei der Zinkversorgung auf 25 mg pro Tag reglementiert. Höchstens 2,25 mg täglich sollten dabei über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Vorsicht ist grundsätzlich bei Selbsttherapien geboten, denn bei extremer Zinküberdosierung drohen Blutbildungsstörungen, Kupfermangel und sogar Vergiftungsgefahr. Im Zweifelsfall sollte vor einer Zink-Kur ohne therapeutische Notwendigkeit fachärztlicher Rat eingeholt werden.