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Tagetes: Zier- und Nutzpflanze in einem

Tagetes

Die Tagetes, im Volksmund auch Studentenblume genannt, gehört zur Familie der sogenannten Korbblütler und stammt ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika. Während die Azteken die stark riechende und samtig gelb-orangefarben blühende Pflanze bereits vor rund 600 Jahren als heilig verehrten, ist die gesundheitsfördernde Wirkung der Studentenblume hierzulande noch nicht lange bekannt und begegnete daher lange Zeit nur als Zierde in Balkonkästen und Vorgärten. Mittlerweile wird sie aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe jedoch auch für die Herstellung ätherischer Öle verwendet und als Nahrungsergänzung im Kontext von Anti-Aging diskutiert.

Die Tagetes ein Allrounder?

Eine besondere Rolle spielt die Tagetes nach wie vor in ihrem Ursprungsland Mexiko, wo sie an Allerheiligen als Blume der Toten (Flor de los Muertos) geopfert wird. Darüber hinaus findet sie Verwendung in der Aromatherapie und bei schamanischen Ritualen. Aufgrund ihrer stark photosensibilisierenden Eigenschaften sollte das Extrakt der Studentenblume jedoch niemals direkt auf die Haut aufgetragen, sondern nur in stark verdünnter Form und in Verbindung mit einem Basisöl in Duftlampen gegeben werden. Auf diese Weise kann die Tagetes eine klärende und den Gehirnstoffwechsel anregende Wirkung entfalten.

Zellschutz und Erhalt der Sehkraft

Positiven Einfluss auf die körperliche Gesundheit kann vor allem der in der Tagetes in hohem Maße enthaltene Farbstoff Lutein haben, der u. a. auch als Lebensmittelfarbstoff zugelassen ist: Je dunkler die Blüten der Pflanze, desto höher ist der Lutein-Gehalt. Lutein spielt eine Schlüsselrolle beim menschlichen Sehvorgang und kann das Auge außerdem durch seine antioxidativen Eigenschaften schützen. Antioxidantien wie Lutein binden die sogenannten freien Radikale im Körper und können so vor Zellschäden schützen.

Tagetes-Antioxidantien als Therapie gegen altersbedingte Sehschwäche

Es ist bereits erwiesen, dass die Einnahme von Lutein als Nahrungsergänzung einen positiven Verlauf auf die sogenannte Makula-Degeneration hat. Bei dieser Krankheit kommt es zu einer chronischen Verschlechterung der Sehschärfe durch zunehmenden Lutein-Abbau im Alter. Dadurch kann es nach einigen Jahren zum Absterben der Sehzellen kommen, die farbiges und scharfes Sehen ermöglichen. Auch das Risiko, an Grauem Star zu erkranken, kann laut Studien bei regelmäßiger Lutein-Einnahme sinken. Da Lutein nicht vom Körper hergestellt werden kann, ist die Zuführung dieses Stoffes über die Nahrung essenziell.

Tagetes im Kontext von Anti-Aging

Die im Lutein der Studentenblume enthaltenen Antioxidantien können das Immunsystem stärken, Zellschäden reparieren und vorbeugen und so den Körper von innen schützen. Allerdings nimmt jeder Mensch durchschnittlich weniger als etwa 1 g Lutein pro Tag über die Nahrung zu sich. Eine Nahrungsergänzung mit Lutein-Präparaten empfiehlt sich daher besonders im fortgeschrittenen Alter, da die natürliche Sehkraft durch zunehmenden Nährstoffabbau ab einem Alter von etwa 40 Jahren nachlässt. Konzentrierte Lutein-Gaben wirken in diesem Zusammenhang nicht nur bei akuter Sehschwäche, sondern können auch prophylaktisch sein. Auch auf den natürlichen Alterungsprozess der Haut kann Lutein positiven Einfluss haben, da es eine entzündungshemmende und zellregenerative Wirkung hat.