News Ticker

Vitamin B1 – das Vitamin für unsere Nerven

Vitamin B1

Thiamin ist die wissenschaftliche Bezeichnung für Vitamin B1. Es zählt gemeinsam mit den anderen B-Vitaminen zu dem sogenannten Vitamin-B-Komplex. Es ist für unsere Gesundheit unerlässlich. Im Körper ist Thiamin an wichtigen Nervenfunktionen beteiligt und hilft dabei, Kohlenhydrate zu verwerten. In den Nervenzellen liegt es in hoher Konzentration in Form von Thiamintriphosphat vor. An deren Enden unterstützt es die Signalübertragung. Es wirkt sich somit positiv auf unsere geistige Leistung aus und hält vital. Bei der Verdauung von Kohlenhydraten wirkt Vitamin B1 als Coenzym. Es unterstützt wichtige Enzyme wie die Pyruvatdehydrogenase und ist entscheidend an der Energiegewinnung aus den Kohlenhydraten beteiligt.

Behandlungsmöglichkeiten mit Thiamin

Eine Therapie mit Thiamin erfolgt bei verschiedenen Verdauungsstörungen und Entzündungen des Nervensystems. Ebenso kann eine Behandlung bei AIDS zur Stärkung des Immunsystems erfolgen. Im Anti-Aging wird Thiamin zur geistigen Leistungssteigerung eingesetzt.

Vitamin B1-Mangel

Ein Mangel an Vitamin B1 ist nicht sehr häufig. Für gewöhnlich wird bei einer ausgewogenen Ernährung eine ausreichende Menge Vitamin B1 über die Nahrung aufgenommen, sodass es in Deutschland selten zu einer solchen Mangelerscheinung kommt. Eine einseitige Ernährung und einige Krankheiten können jedoch zu einem Vitamin-B1-Mangel führen. Hierzu zählen Diabetes, Morbus Crohn sowie Alkoholismus in Kombination mit Mangelernährung. Weiterhin kann ein Mangel an Vitamin B1 infolge von Alterung auftreten, sodass auch Senioren davon betroffen sein können. Ein Thiaminmangel kann in unterschiedlichen Krankheitsbildern resultieren. Insbesondere ist die Vitaminmangelerkrankung Beriberi zu nennen. Der Mangel an Vitamin B1 kann zu schweren Komplikationen im Nervensystem, in den Muskeln sowie im Magen-Darm-Trakt führen. Die Symptome können sich in Muskelschwäche, Herzversagen, Neuropathien und Verwirrtheitszuständen äußern.

TimeBlock – Einfach jünger aussehen

 

Wie kann der Körper Thiamin aufnehmen?

Thiamin zählt zu den essenziellen Vitaminen, da der menschliche Körper diesen Stoff nicht selbst herstellen kann und daher auf die Aufnahme über Nahrungsquellen angewiesen ist. Da Thiamin wasserlöslich ist, kann es vom Körper nicht lange gespeichert werden. Vollkornprodukte bieten eine besonders gute Quelle für Thiamin. Ebenso ist es in Fleisch, Fisch, Gemüse und Hülsenfrüchten enthalten. Da das Vitamin hitzeempfindlich ist, ist eine schonende Zubereitung der Nahrung bei reduzierter Hitze ratsam. Ebenso kann eine kühle, trockene Lagerung der Nahrungsmittel den Abbau des Vitamins vermindern.

Risiken einer Überdosierung

Eine Überdosierung an Thiamin ist über die Nahrung in der Regel nicht möglich. Der Tagesbedarf von Erwachsenen liegt bei 1–1,3 mg pro Tag. Im Falle einer Nahrungsergänzung mit Thiamin sollte diese empfohlene Tagesmenge nicht überschritten werden, ab einer Menge von mehr als 4 mg pro Tag ist dringend von weiterer Aufnahme abzuraten. Eine Überdosierung kann in Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen, Juckreiz und erhöhtem Puls resultieren.