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Vitamin A für geschmeidigere Haut

Vitamin A für geschmeidigere Haut

Vitamin A wird auch Retinol genannt und gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Es kommt nur in tierischen Nahrungsmitteln vor, Pflanzen enthalten dafür oft Vorstufen des Vitamins, sogenannte Carotinoide. Der Darm kann daraus Vitamin A erzeugen. Überschüssige Wirkstoffe aus diesem Prozess werden vom Körper abgebaut und sammeln sich in der Leber an. Obwohl das Vitamin viele nützliche Funktionen hat, ist von einer allzu hohen Aufnahme abzuraten, da es hochdosiert sogar toxisch wirken kann.

So wirkt Vitamin A im Körper

Das Vitamin ist an vielen Funktionen und Abläufen im Körper beteiligt, vor allem aber an der Zellbildung und der Sehkraft. Vit A, wie es kurz genannt wird, gilt als Antioxidanz und sorgt dafür, dass die Haut langsamer altert. Falten werden so vermindert, die Haut bleibt glatt und geschmeidig. Es hat darüber hinaus einen starken Einfluss auf das menschliche Immunsystem und kann – in ausreichend hoher Dosierung – Erkältungen und Grippe vorbeugen. Als Radikalfänger kann es möglicherweise das Risiko an verschiedenen Krebsarten wie Speiseröhren-, Magen- und Lungenkrebs zu erkranken senken. Diese Anhaltspunkte konnten bisher aber noch nicht hinreichend wissenschaftlich belegt werden.

Vitamin A als Jungbrunnen?

Vitamin A unterstützt aktiv die Hautregeneration und die Kollagenneubildung und tritt somit der Zellalterung entgegen. Insbesondere reife und trockene Haut kann von diesem wertvollen Vitamin profitieren. In der Kosmetik wird in aller Regel synthetisch hergestelltes Retinol eingesetzt, weil seine Vorstufe, das natürliche Beta Carotin, für den Einsatz in Cremes zu instabil ist. Es wirkt schnell und zuverlässig, eine Überdosierung ist in Form von Cremes nicht möglich, da der Wirkstoff nur in die oberen Hautschichten eindringt und nicht systemisch wirkt. Der kleine Nachteil: Vitamin-A-haltige Cremes sind nicht besonders lange haltbar und empfindlich gegenüber Sonnenlicht. Deshalb sollte die Creme besonders in den Abendstunden oder über Nacht aufgetragen werden.

Retinol als kosmetisches Produkt

Die Anwendung als Creme bei lichtbedingte Hautalterung und Pigmentflecken ist besonders unproblematisch und gut dosierbar. Nach etwa vier Wochen hat sich der Hautzustand sichtbar verbessert: Kleine Fältchen verschwinden, Pigmentverschiebungen erscheinen blasser und die Hautporen verkleinern sich. Eine zweite Möglichkeit das Vitamin aufzutragen besteht in Form eines Serums. Dieses hat eine besonders zarte Konsistenz und wird meist auf Silikonbasis hergestellt, wodurch eine feine Textur entsteht. Es gibt auch Seren auf Wasserbasis, die schneller in die Haut einziehen. Seren sind in kleine molekulare Transportsysteme (Liposome) verpackt, die in tiefere Hautschichten vordringen und dort wirken können – ein entscheidender Vorteil gegenüber einer Creme.

So decken Sie Ihren Bedarf

Ungefähr zwei Drittel des Bedarfs werden über Eier, Milchprodukte, Innereien und Fleisch gedeckt. Ein weiteres Drittel nimmt man über Obst und Gemüse zu sich. Besonders reiche Vitamin-A-Lebensmittel sind Leber, Aal, Milchprodukte (besonders Weichkäse), Palmöl, Karotten (enthalten viel Beta-Carotin), Spinat, Grünkohl, Frühlingszwiebeln, Honigmelone und Aprikosen. Jugendliche in der Wachstumsphase sowie Frauen, die stillen, und schwangere Personen haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin A. Es wird in der Leber gespeichert und über das Blut in die Zellen transportiert. Eine Mischkost aus Pflanzen und Tierprodukten deckt im Normalfall den Bedarf an Vitamin A. In Deutschland ist ein Vitamin-A-Mangel selten, in Entwicklungsländern jedoch häufig. Ein Mangel an Retinol lässt die Sehkraft schwinden, was bis hin zur Erblindung führen kann. Bei einem erhöhten Vitamin-A-Bedarf können Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Alternative sein. Doch Vorsicht: Eine Überdosierung kann deutliche Schäden hinterlassen. Diese können von Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen bis zum Verlust der Körperbehaarung, Bluthochdruck und Nierenversagen reichen. Eine kosmetische Anwendung ist dagegen absolut unbedenklich und sehr hilfreich, weil der Anti-Aging-Effekt des Vitamins nachgewiesen ist.