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Vegane Ernährung: Leben ohne Tierprodukte

Vegane Ernährung

Der Veganismus hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Trend entwickelt. Veganer verzichten auf alle tierischen Erzeugnisse und ernähren sich rein pflanzlich. Richtig durchgeführt, kann eine solche Ernährung sehr gesund sein und das Risiko von Zivilisationskrankheiten verringern.

Veganismus – was ist das eigentlich genau?

Das Thema Veganismus ist aktuell in aller Munde. Im Gegensatz zu Vegetariern, die zwar kein Fleisch, aber je nach Vorliebe Milchprodukte sowie Eier zu sich nehmen, verzichten Veganer auf jegliche Erzeugnisse, die vom Tier stammen. Milch, Eier, Honig und vieles mehr sind somit tabu. Meist umfasst dies nicht nur die Nahrung, sondern auch andere Lebensbereiche: So werden Leder, Bienenwachs und Wolle konsequent gemieden und nur tierversuchsfreie Kosmetik verwendet.

Ist vegane Ernährung gesund?

Die Gründe für eine rein vegane Ernährung liegen meist in einem ethischen Verantwortungsbewusstsein und dem Wunsch, dass keine Tiere für den eigenen Konsum leiden sollen. Auch gesundheitliche Aspekte spielen eine entscheidende Rolle. Wer sich rein pflanzlich ernährt und somit keinerlei tierische Proteine und Fette zu sich nimmt, kann das Risiko bestimmter Zivilisationskrankheiten wie erhöhter Cholesterinspiegel, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Übergewicht verringern. Da eine vegane Ernährung naturgemäß viele frische Produkte wie Obst und Gemüse beinhaltet, werden auf diese Weise vergleichsweise große Mengen an Vitamin C und Beta-Carotin aufgenommen.

Nur eine ausgewogene Ernährung ist wirklich gesund

Selbstverständlich gilt für eine rein pflanzliche Ernährung, was auch für jede andere Ernährungsform gilt: Nur eine ausgewogene Mischung ist wirklich gesund. Besonders beim vollständigen Verzicht auf tierische Bestandteile droht ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Vitamin B12, Eisen, Zink und Kalzium, denn diese sind in Tierprodukten enthalten. Eine speziell für den Veganismus entwickelte Ernährungspyramide zeigt aber pflanzliche Alternativen auf, über die der Bedarf an Vitaminen und anderen Nährstoffen auch bei einer tierproduktfreien Ernährungsweise weitgehend gedeckt werden kann. So enthalten Hirse und Hülsenfrüchte einen hohen Eisenanteil. Paranüsse verfügen über viel Selen und eiweißreiche Produkte wie Tofu oder Seitan versorgen den Körper mit pflanzlichen Proteinen.

Vegane Ernährung für Jedermann?

Wer sich rein pflanzlich ernähren möchte, sollte vorab Informationen einholen, welche Lebensmittel für diese Ernährungsweise unverzichtbar sind. So können eventuelle Mangelerscheinungen vermieden werden. Ein Vitamin-D-Mangel tritt vergleichsweise selten auf, da das Vitamin vom Körper selbst mithilfe von UV-Strahlung gebildet wird. Bei einer pflanzlichen Lebensweise muss aber meist Vitamin B12 über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden, da der Bedarf nicht über die Nahrung zu decken ist. Dies gilt oftmals auch für das Coenzym Q10. Grundsätzlich ist vegane Ernährung für die meisten Menschen empfehlenswert, sofern sie ausgewogen und bewusst ausfällt. Kinder im Wachstum sowie Schwangere sollten allerdings auf eine rein vegane Lebensweise verzichten, da der Nährstoffbedarf in diesen Fällen höher ausfällt und besonders Substanzen benötigt werden, die sich allgemein in tierischen Produkten finden.

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