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Selen – Schutz für Haut und Herz

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Selen zählt zu den essenziellen Spurenelementen. Im Körper ist es in einer Konzentration von rund 10–15 mg enthalten. Der meiste Teil davon findet sich in den Muskeln, doch auch in Leber, Herz und in den Nieren konnte es nachgewiesen werden. Bis in die 1950er-Jahre hinein galt das Halbmetall als Gift. Schließlich kamen Mediziner zu dem Schluss, dass es ein wichtiger Bestandteil vieler Proteine ist, die an der Immunabwehr und Schilddrüsenfunktion beteiligt sind.

Das bewirkt Selen im Körper

Dem Spurenelement kommt im menschlichen Organismus eine ähnliche Funktion zu wie Vitamin E. Es zählt damit zu den Antioxidantien, die freie Radikale binden. Außerdem kann es Schwermetalle unschädlich machen. Durch diese Wirkung nimmt das Halbmetall Einfluss auf das Immunsystem und soll die Elastizität der Haut bewahren, den Körper vor verschiedenen Erkrankungen sowie einer vorzeitigen Alterung schützen. Ob es das Krebsrisiko mindern kann, konnte bisher nicht abschließend geklärt werden. Eine Studie der internationalen unabhängigen Cochrane Collaboration aus dem Jahr 2013 spricht sich dagegen aus.

Häufig unterschätzt: die Selenunterversorgung

Ein Selenmangel sorgt im menschlichen Körper für einigen Tumult. Automatisch bringt der Körper das Halbmetall in jene Organe und Gewebe, die für die Aufrechterhaltung der unverzichtbarsten Körperfunktionen wichtig sind. Dazu gehören demnach die Schilddrüse, die Zirbeldrüse, die Bauchspeicheldrüse, die Hypophyse und die Nebennieren. Bei einem anhaltenden Selenmangel stellt sich zuerst eine Müdigkeit und Leistungsschwäche ein. Danach drohen Haarausfall und Unfruchtbarkeit. Vor allem Personen mit einer stark einseitigen Ernährung und Essstörungen wie Bulimie sowie Magersucht sind davon betroffen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen sollte die Selenaufnahme pro Tag rund 30 bis 70 µg betragen.

In welchen Nahrungsmitteln steckt Selen?

Besonders selenreich sind Nüsse und Hülsenfrüchte. Auch Fleisch, Thunfisch, Hering und Forelle sind ausgezeichnete Selenlieferanten. In Getreide und Gemüse kann das Halbmetall ebenfalls in großen Konzentrationen vorkommen, doch der Gehalt ist abhängig von der Menge des Selens im Anbauboden. So sind europäische Erdböden im Vergleich zu nordamerikanischen Agrarflächen verhältnismäßig selenarm.

Das Halbmetall als Nahrungsergänzungsmittel

Das Spurenelement lässt sich gezielt als Natriumselenit oder als Hefe-Selen aufnehmen. Das Natriumselenit als anorganische Verbindung steht dem Organismus sofort zum Selenverbindungsaufbau zur Verfügung und wirkt daher schnell. Hefe-Selen hingegen ist organisch gebundenes Selen. Es wird unspezifisch in die verschiedenen Proteinkörper eingebaut. Selen gibt es auch in Kapsel- oder Tablettenform zur Nahrungsergänzung.

Zu viel ist giftig

Selen gehört zu den Stoffen, die sich bei einer Überversorgung negativ auf die Gesundheit auswirken. Eine Überdosierung ist für den Organismus giftig. Bei einer akuten Vergiftung riecht der Atem nach Knoblauch. Weitere Anzeichen für eine Selenüberdosierung sind Zahnprobleme, Nervenleiden, Haarausfall, Hautschäden und der Verlust von Nägeln. Auch Magen-Darm-Probleme können auftreten.