News Ticker

Säuren und Basen – ein lebenswichtiges Gleichgewicht

Säuren und Basen – ein lebenswichtiges Gleichgewicht

Im menschlichen Körper laufen permanent vielfältige Prozesse ab, der sogenannte Stoffwechsel. Damit dieser reibungslos funktionieren kann, müssen saure und basische Stoffe im Körper in einem Gleichgewicht sein. Gerät dieses Gleichgewicht in Schieflage, kann die Infektanfälligkeit steigen und auch die Schönheit von Haut und Haaren leiden.

Der pH-Wert – der Indikator für das Gleichgewicht

Der Stoffwechsel im menschlichen Körper läuft nur dann optimal, wenn das Verhältnis von sauren und basischen Stoffen stimmt. Gemessen wird dieses Verhältnis als pH-Wert: Er gibt an, ob eine Körperflüssigkeit sauer oder basisch ist. Ein pH-Wert von 7 wird neutral genannt, unter 7 ist er sauer und über 7 basisch. Die Schwankungsbreite, innerhalb der er konstant gehalten werden muss, damit die Stoffwechselvorgänge normal ablaufen können, ist sehr gering. Es gibt daher „Puffersysteme“ im Körper, die dafür sorgen, dass der pH-Wert immer annähernd gleich bleibt.

Was beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt?

Säuren und Basen entstehen im Körper natürlicherweise durch Aufbau-, Abbau- und Umbauprozesse. Für das richtige Gleichgewicht von Säuren und Basen sorgt in erster Linie die Ernährung. So gibt es Nahrungsmittel, die eher säurebildend wirken, und solche, die eher basenreich sind. Mit dem Säuregehalt des Essens hat das jedoch gar nichts zu tun: Zitronen und Obstessig sind beispielsweise eher basenbildend, obwohl sie sauer schmecken. Doch auch noch andere Faktoren haben einen Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt: Stress, Bewegungsmangel, zu viel Alkohol, Kaffee und Zigarettenrauch können dazu führen, dass das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen ins Wanken gerät.

Wenn der Körper „sauer“ wird

Bei der Energiegewinnung der Zellen entstehen im Körper Säuren wie Milchsäure und Kohlensäure – ein ganz normaler Vorgang also. Diese Säuren werden vom Körper für gewöhnlich neutralisiert und entsorgt. Falsche Ernährung oder eine ungesunde Lebensweise können aber dazu führen, dass zu viele Säuren gebildet werden. Diese können sich dann im Körper ansammeln und sich unter anderem im Bindegewebe ablagern. Ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt steht im Verdacht, für verschiedene Symptome wie Müdigkeit, Gereiztheit, Kopfschmerzen, Infektneigung, aber auch eine ungesund aussehende Haut mit verantwortlich zu sein. Und auch Krankheiten wie Osteoporose, Rheuma oder Gicht könnten damit in Zusammenhang stehen. Zur Erhaltung von Gesundheit und Schönheit, vor allem auch der Haut, ist also ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt von entscheidender Bedeutung.

Gesunde Ernährung und viel Bewegung – wichtig für den Säure-Basen-Haushalt

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist das A und O. Besonders empfehlenswert und basenreich sind Gemüse, Obst, Blattsalate, Kartoffeln und Mineralwasser ohne Kohlensäure. Eine gute Ergänzung dazu sind Vollkornprodukte, pflanzliche Öle, Nüsse, Molke, Milch und Quark. Doch nicht nur die Ernährung spielt eine Rolle. Es ist auch wichtig, auf ausreichend körperliche Bewegung zu achten. Denn dabei werden durch tiefere Atmung überschüssige Säuren über die Lunge ausgeschieden. Und Schwitzen hilft zusätzlich, denn mit dem Schweiß werden Säuren über die Haut entsorgt. Wer dann noch ab und zu eine kleine Entspannungsübung einschiebt und auf Zigaretten und zu viel Alkohol verzichtet, tut das Optimale für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt, eine gute Gesundheit und schöne Haut.