News Ticker

Melatonin: durch verbesserten Schlaf das Altern verlangsamen

Melatonin
Melatonin wird als Wunderwaffe gegen Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehandelt. Obgleich dies bisher nicht wissenschaftlich untermauert werden konnte, besitzt das Hormon zwei positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus mit Bestimmtheit: Es fördert die Schlafbereitschaft und bindet freie Radikale, sodass der biochemische Alterungsprozess vermindert werden kann. Aus diesem Grund wird es als Anti-Aging-Mittel gehandelt.

Melatonin – das bedeutsame Hormon im Zwischenhirn

Melatonin gehört zu der Gruppe der Hormone und befindet sich in der Zirbeldrüse, die wiederum im Zwischenhirn sitzt. Es besteht aus dem Überträgerstoff des Nervensystems Serotonin und hat direkten Einfluss auf die Schilddrüsenfunktion sowie die Keimdrüsenaktivität. Wie hoch der Melatoninwert im Körper ist, hängt von der Tageszeit und dem Alter ab. Sobald Licht auf die Netzhaut im Auge fällt, reduziert der Organismus die Melatoninproduktion. Dadurch weist er am Tage einen geringen Melatoningehalt als in der Nacht auf. Außerdem nimmt der absolute Melatoninwert mit zunehmendem Alter drastisch ab.

So wirkt Melatonin für bessere Schlafqualität

Im menschlichen Körper übernimmt das Hormon die Steuerung des Tag-Nacht-Rhythmus und wirkt sich somit direkt auf die Schlafqualität aus. Für gewöhnlich ist die Melatonin-Konzentration ein bis drei Stunden nach Mitternacht am höchsten, weshalb diese Phase ebenfalls als Tiefschlafphase bezeichnet wird. Anschließend sinkt der Melatoninwert. Hierbei ist zu beachten, dass das Hormon einen erholsamen Schlaf durch eine erhöhte, nächtliche Schlafbereitschaft fördern kann. Es ist jedoch kein Schlafmittel. Außerdem vermag das Hormon als Antioxidans zu agieren und vermindert damit das Risiko, an Infekten zu erkranken.

So lässt sich das Hormon für Anti-Aging einsetzen

Melatonin als nachweislicher Förderer eines gesunden Schlafes verhilft zu einer verbesserten Tiefschlafphase. Diese wiederum unterstützt den Organismus dabei, sich zu regenerieren. Depots an Fett und Flüssigkeit unter der Haut werden aufgefüllt, was sie glatter erscheinen lässt. Durch die Funktion des Hormons als Antioxidans schützt es den Körper vor freien Radikalen, die Zellen absterben lassen und dadurch den Alterungsprozess beschleunigen. Einem hinreichend hohen Melatoninwert kommt somit eine doppelte Funktion beim Kampf gegen das Altern zugute. Verstärkt bringt die Pharmaindustrie daher Melatonin in Tabletten auf den Markt, um den natürlichen Wert ansteigen zu lassen.

Der Gang zum Arzt ist unerlässlich

Das körpereigene Hormon Melatonin als Tabletten ist in Deutschland nur mit ärztlichem Rezept erhältlich, da die Langzeitfolgen derzeit noch nicht hinreichend untersucht sind. Der Arzt kann auf den Patienten abgestimmt die richtige Melatonin Dosierung festlegen, um etwaige negative Begleiterscheinungen zu reduzieren. Bei der Einnahme von Melatonin sind Nebenwirkungen bisher nicht häufig beobachtet worden. Gelegentlich klagen Patienten allerdings über vermehrte Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und Magenkrämpfe. Sehr selten sind eine erhöhte Reizbarkeit und ein vermindertes sexuelles Verlangen registriert worden.