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Mayr Kur – die sanfte Art, zu fasten

Mayrkur – die sanfte Art, zu fasten

Wer fastet, verzichtet in der Regel für einige Tage oder auch mehrere Wochen auf feste Nahrung. Während dieser Zeit werden die Fett- und Eiweißreserven im Körper weitestgehend aufgezehrt, wodurch die Schadstoffe, die in ihnen angelagert sind, über die Haut ausgeschieden werden können: Der Körper wird entschlackt. Normalerweise werden während des Fastens neben Wasser, Tee, Gemüsebrühe und verdünnten Obstsäften keine Nahrungsmittel zugeführt. Die nach ihrem Erfinder benannte Mayr Kur unterscheidet sich insofern von anderen Fastenarten, als dass sie nicht die Entschlackung des gesamten Körpers, sondern speziell die Regeneration des Darmsystems zum Ziel hat. Aus diesem Grund wird die Mayr Kur auch häufig als eine Art Schonkost bezeichnet.

Mit den drei „S“ zu einem gesunden Verdauungssystem

Mayr Kuren dauern in der Regel drei bis vier Wochen und sollten nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Die Kur richtet sich strikt nach drei übergeordneten Kriterien: Schonung, Säuberung und Schulung. Das bedeutet, dass Magen- und Darmtrakt nicht nur durch Fasten oder gut verträgliche Kost geschont, sondern dass sie zusätzlich gesäubert werden. Die Darmentleerung erfolgt dabei, indem reinigendes Wasser durch den Mund aufgenommen und anschließend ausgeschieden wird. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis der Darm gesäubert ist. Bei der anschließenden Schulung lernen die Patienten, wie sie sich ernähren müssen, um eine zukünftige Übersäuerung des Körpers möglichst zu vermeiden.

Drei Möglichkeiten: Basen-, Tee- und Semmelfasten

Nach Mayr gibt es drei Möglichkeiten des Fastens: Beim sogenannte Basenfasten werden die minimal drei Liter Flüssigkeit pro Tag (Wasser oder Fastentee) durch drei bis fünf kleine basische Mahlzeiten (Obst, Gemüse, Kartoffeln etc.) ergänzt. Bei der zweiten Möglichkeit, dem sogenannten Teefasten, handelt es sich um die strengste der drei Formen, da weder feste Nahrung, noch Substitute wie etwa Gemüsebrühe zugeführt werden dürfen. Die dritte Möglichkeit ist das sogenannte Semmelfasten, bei dem die Patienten zweimal am Tag Semmeln vom Vortag mit Milch zu sich nehmen und vor dem Schlucken durch intensives Kauen in kleinste Bestandteile zerlegen. Beim Semmelfasten, auch unter dem Namen Milch-Semmel-Diät bekannt, handelt es sich um die schonendste der drei Fastenarten nach Mayr.

Für wen eignet sich die Mayrkur?

Da das Fasten nach Mayr speziell auf eine Regeneration der Darmflora abzielt, eignet sie sich vor allem für Menschen, die chronisch übersäuert, d.h. „verschlackt“ sind. Darüber hinaus kann die Mayr Kur sowohl bei bestehenden Krankheiten helfen als auch vorsorgend gegen Gicht, chronische Verstopfung, Reizdarmsyndrom, chronische Migräne und Pankreasentzündungen wirken. Darüber hinaus wird gegenwärtig die positive Wirkung regelmäßigen Fastens auf die Wachstumsrate von Krebszellen diskutiert. Offenbar macht die geringe Kalorienzufuhr Tumore angreifbar. Gerade das Semmelfasten eignet sich zudem sehr gut für Fasten-Neulinge, da bei dieser Form nicht vollständig auf feste Nahrung verzichtet werden muss.

Was muss beachtet werden?

Da es sich auch bei der Mayr Kur um eine vorübergehende Mangelernährung handelt, die in jedem Falle belastend für den gesamten Organismus ist, sollten sich grundsätzlich nur körperlich gesunde Menschen dieser Kur unterziehen. Auf keinen Fall nach Mayr fasten dürfen ältere Menschen, Schwangere, Kinder unter 14 Jahren und an Multipler Sklerose oder Morbus Crohn erkrankte Menschen.