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Hyaluronsäure – ein Jungbrunnen?

Hyaluronsäure – ein Jungbrunnen?
Seit einigen Jahren hat die Hyaluronsäure Einzug in die Schönheitsindustrie gehalten. Hyaluronsäure kann vom Körper selber produziert werden und ist ein bedeutender Baustein des Bindegewebes und ein wichtiger Bestandteil der Gelenkschmiere sowie des Augenglaskörpers. Zudem spielt der Wirkstoff bei der Bildung von Metastasen bei Krebserkrankungen eine Rolle. Bereits ab dem 25. Lebensjahr sinkt die körpereigene Produktion des Stoffes deutlich. Anti-Aging-Produkte versuchen diesen Abbau auszugleichen.

Das bewirkt Hyaluronsäure tatsächlich

Ein Gramm Hyaluronsäure kann bis zu sechs Liter Wasser speichern und so das Bindegewebe des Körpers prall und elastisch halten. Im Glaskörper des menschlichen Auges zum Beispiel binden zwei Prozent der Hyaluronsäure 98 Prozent Wasser. Zudem spendet die Substanz intensiv Feuchtigkeit und bindet sie, um für trockene Haut Abhilfe zu schaffen. In den Gelenken nimmt Hyaluronsäure Einfluss auf die Beweglichkeit, da sie die Knorpelmasse umspült und geschmeidig macht.

Für die Haut wertvoll, für die Gelenke begrenzt geeignet

Wie sinnvoll eine Behandlung mit Hyaluronsäure ist, hängt vom Zweck des Einsatzes ab. Wer mit der körpereigenen Substanz das alternde Hautbild kurzfristig optimieren möchte, profitiert von dem Wirkstoff. Die Haut kann an Straffheit und Feuchtigkeit gewinnen. Vor allem die von fachkundigen Dermatologen durchgeführten Injektionen in die Haut eignen sich für einen schnell sichtbaren Effekt. Die Kehrseite: Die Wirkung ist nicht von Dauer. Die injizierte Säure wird im Körper schrittweise wieder abgebaut. Nach circa sechs Monaten ist der Wirkstoff aus Lippen, Stirn und Nasolabialfalte verschwunden. In den Wangen kann er zwischen neun und 15 Monaten erhalten bleiben. Da Hyaluronsäure als Ersatz für die Gelenkflüssigkeit bekannt ist, wird sie gelegentlich Personen mit Kniearthrose gespritzt. Die Wirksamkeit in diesem Fall stark umstritten. Ähnlich wie bei der Haut sollen die schmerzlindernden und beweglichkeitssteigernden Effekte nicht dauerhaft sein und können oftmals eine notwendige Operation nicht ersetzen.

Kaum Nebenwirkungen

Hervorzuheben ist jedoch, dass die Gesundheitsrisiken durch Anwendungen des Wirkstoffs sehr gering sind. Allergische Reaktionen sind äußerst selten, da es sich um einen hauteigenen Stoff handelt. Bei Hyaluronsäureinjektionen können sich nach der Behandlung blaue Flecken oder Schwellungen bilden. Erfolgt mit der Substanz eine Therapie für die Gelenke, zeigen sich vereinzelt Hautausschläge oder Ergussbildungen am Gelenk.

Eine Substanz – drei Darreichungsformen

Die Kosmetikindustrie hat Hyaluronsäurekapseln auf den Markt gebracht, die oral eingenommen werden können. Zudem sind Cremes und andere Pflegemittel mit der Substanz erhältlich, mit welchen sich die Hyaluronsäure direkt auf die Haut auftragen lässt. Eine weitere Möglichkeit zur Behandlung stellen die Injektionen dar, die zur Verbesserung des Hautbildes direkt unter die Haut gespritzt werden. Diese wird auch als Mesotherapie bezeichnet.

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