News Ticker

Gerstengras: optimale Kombination wertvoller Inhaltsstoffe

Gerstengras

Die Gerste (lateinisch Hordeum vulgare) ist ein Getreide, dessen Früchte – die Gerstenkörner – vor allem für das Brauen von Bier verwendet werden. Die grünen Blätter der jungen Pflanzen werden als Gerstengras bezeichnet. Der Anbau von Gerste ist relativ einfach auch zu Hause möglich, innerhalb von 10 Tagen lassen sich aus keimfähiger Nacktgerste essbare Halme ziehen. So hat man immer frische Blätter zur Verfügung. Für im Handel erhältliche Nahrungsergänzungsmittel werden die Blätter nach der Ernte in der Regel schonend gefriergetrocknet und pulverisiert.

Gerstengras: eine Fülle verschiedener Vitalstoffe

Die nachgewiesenen Inhaltsstoffe im Gerstengras sind einzigartig: Neben Vitamin C, Vitamin B1, Kalzium, Eisen und Zink enthalten die Pflanzen auch große Mengen an Chlorophyll, das sich positiv auf Blutbildung, Entgiftung und Wundheilung auswirkt. Es enthält außerdem einige seltene Verbindungen, die außer in der Gerste in kaum einer anderen Pflanze in dieser Kombination nachweisbar sind: das Peptid Lunasin sowie verschiedene Flavonoide (unter anderem Saponarin und Lutonarin).

Wie Gerstengras auf die Gesundheit wirkt

Das Peptid Lunasin wurde in klinischen Studien untersucht. Es hilft nachweislich bei Entzündungen, gehört zu den starken Antioxidantien und soll durch diese Eigenschaften sogar vorbeugend gegen Krebs wirken. Auch Vitamin C, Chlorophyll und die Flavonoide fungieren als Antioxidantien und fangen freie Radikale ab. Da der Alterungsprozess unserer Körperzellen durch den Angriff freier Radikale beschleunigt wird, werden Gerstengraspräparate durch ihre antioxidative Wirkung im Bereich Anti-Aging eingesetzt. Das „Supergras“ soll zudem auch gegen eine Übersäuerung des Körpers wirken, Infektionen abwehren, das Cholesterin senken und das Immunsystem stärken.

Wirkungen und Nebenwirkungen

Ob alle Versprechen verschiedener Anbieter wirklich realistisch sind, bleibt aufgrund fehlender Nachweise häufig offen. Bewiesen ist jedoch neben dem antioxidativen Effekt auch eine positive Wirkung auf chronische Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa. Studien zeigen eine Besserung der Erkrankung nach der Einnahme von Extrakten aus Gerstengras. Es handelt sich um ein reines Naturprodukt. Bisher sind keine Risiken, Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen bei Gerstengraspräparaten bekannt.

Wie man Gerstengras zu sich nimmt

Wer den Platz und die Muße hat, Gerste selber anzupflanzen, der kann die frischen grünen Blätter einfach auf seiner Fensterbank ernten. Sie können direkt frisch verarbeitet werden, zum Beispiel in grünen Smoothies, kleingeschnitten im Salat oder – bei früher Ernte – als Gerstensprossen. Die Zubereitung von Gerstengrassaft ist ebenfalls möglich, allerdings benötig man dazu eine geeignete Kräuterpresse und größere Mengen des frischen Grüns. Praktischer ist es, auf Gerstengraspulver zurückzugreifen. In Wasser oder Saft aufgelöst, als Zusatz zur Nahrung oder zu Smoothies kann es schnell und einfach als Nahrungsergänzung verwendet werden. Die Inhaltsstoffe sind durch die schonende Herstellung des Pulvers gegenüber der frischen Pflanze nur wenig verändert.