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Fasten – Ruhepause für Körper und Geist

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Motivation für eine mehrtägige oder mehrwöchige Fastenzeit ist der Wunsch nach der Entgiftung des Körpers durch eine nahezu oder vollständige Einstellung der Nahrungszufuhr. Während des sogenannten Hungerstoffwechsels, in den der Körper nach spätestens zwei Tagen ohne feste Nahrung schaltet, werden die körpereigenen Eiweiß- und Fettreserven so weit aufgelöst, dass die in ihnen festgesetzten Schadstoffe über die Poren der Haut ausgeschieden werden können. Fastenkuren sollten in der Regel nicht öfter als einmal pro Jahr durchgeführt werden.

Die Vielfalt des Verzichts – Formen des Fastens

Neben der radikalsten Art des Fastens, dem sogenannten Heilfasten oder Wasserfasten, gibt es zahlreiche sanftere Formen, bei denen nicht vollständig auf die Zuführung von Kalorien verzichtet wird. Die Bekanntesten sind das Fasten nach Buchinger, bei dem pro Tag etwa 500 Kalorien in Form von verdünnten Obst- und Gemüsesäften zugeführt werden, das Basen-Fasten, bei dem lediglich basische Lebensmittel verzehrt werden, und die Mayr Kur. Unabhängig davon, ob andere Inhaltsstoffe konsumiert werden dürfen, ist der wichtigste Bestandteil des Fastens die Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit, denn nur so kann der Körper erfolgreich entschlacken. Beim konsequenten Heilfasten wird außer Wasser in der Regel nur Tee getrunken.

Wichtig: planmäßiges Vorgehen

Allen Formen des Fastens ist gemeinsam, das sie mit „Entlastungstagen“ beginnen und mit den „Aufbautagen“ enden. Während dieser zwei bis drei Tage sollte die Ernährung gänzlich frei von Genussmitteln erfolgen. Darüber hinaus steht am Beginn einer jeden Fastenkur die Darmentleerung mittels Einlauf oder Glaubersalz. Auf diese Weise kommt während der Entschlackungskur in der Regel kein Hungergefühl auf.

Fastenzeit – wenn Verzicht gut tut

Die vorübergehende „Stilllegung“ des Stoffwechsels führt zur Ausscheidung von Giftstoffen, die ihrerseits Verursacher einer ganzen Reihe von Erkrankungen sein können. So kann sich regelmäßiges Fasten beispielsweise positiv auf Gelenkerkrankungen wie Gicht und Arthrose auswirken. Der regelmäßige Verzicht wird sogar als Therapiemaßnahme bei Diabetes Typ 2 diskutiert.
Einige Menschen nutzen die Fastenzeit auch, um mit alten Gewohnheiten zu brechen. So verzichten viele während dieser Zeit nicht nur auf feste Nahrung, sondern auch auf Fernsehen, Musik und hektische gesellschaftliche Aktivitäten. Ziel ist es, Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen – aus diesem Grund spielt auch Bewegung während der Fastenzeit eine sehr wichtige Rolle.

Fastenarten und Lebensführung

Die Entscheidung, welche Form des Fastens angewendet wird, sollte stets danach getroffen werden, welches Maß an Verzicht der/die Fastenwillige sich selbst zutraut. Darüber hinaus sollte die jeweilige Lebenssituation bedacht werden – konsequentes Wasserfasten beispielsweise erfordert ein gewisses Maß an Ruhe, Pflege und körperlicher Entlastung. Für Menschen, die im Alltag stark belastet sind, eignet sich daher eher das Basen-Fasten oder das Fasten nach Buchinger. Die Mayr Kur richtet sich an Menschen, die chronisch übersäuert sind. Besonders das Semmelfasten nach Mayr eignet sich für diejenigen, die das Fasten ausprobieren möchten.

Wer darf fasten, wer nicht?

Jede Form des Fastens ist eine vorübergehende Mangelernährung und sollte daher nur für eine kurze Zeit und auch nur bei körperlicher Gesundheit durchgeführt werden. Speziell das Heilfasten sollte ausschließlich bei regelmäßiger medizinischer Kontrolle stattfinden. Ältere Menschen sowie Schwangere und Kinder dürfen auf keinen Fall fasten.

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