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Durch Tomaten gesund und schön

Tomaten sind in Deutschland sehr beliebt, ob im Salat, als Minitomaten in der Frühstücksbox oder als fruchtige Tomatensoße. Das ist eine gute Nachricht, denn die gesunden Früchte sind erfrischend und kalorienarm. Außerdem sind sie prall gefüllt mit Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen.

Vorbeugen mit Tomaten

Die wasserreiche Frucht enthält reichlich gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Dazu gehören die Vitamine A, B1, B2, B3, C und K, die unter anderem für die Infektionsabwehr, für Stoffwechselprozesse sowie zum Schutz der Haut und der Schleimhäute benötigt werden. Außerdem sind Magnesium und Kalium sowie viele Spurenelemente enthalten. Als Antioxidantien bewahren Vitamine, Flavonoide und Carotinoide unsere Zellen vor einem schnellen Fortschreiten des Alterungsprozesses. Sie können nämlich hochreaktive freie Radikale, die im Stoffwechselprozess und durch Umwelteinflüsse zwangsläufig entstehen, neutralisieren. Damit wirken sie als natürliche Anti-Aging-Mittel.

Lycopin und D-Fructose-L-Histidin

Das fettlösliche Lycopin, das zu den Carotinoiden gehört, verleiht den reifen Früchten ihre appetitliche rote Farbe. Seine Bedeutung für die Zellgesundheit wurde in den 1990er Jahren entdeckt. Ein hoher Lycopinspiegel im Körper wirkt entzündungshemmend. Er scheint auch das Auftreten bestimmter Krebsarten, beispielsweise des Verdauungstraktes, und altersbedingte Schädigungen der Augen zu minimieren. Offenbar bekämpft ein hoher Lycopingehalt auch das die Blutgefäße schädigende LDL-Cholesterin. Damit kann es vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Ein Tierversuch erbrachte Hinweise, wonach die Kombination mit D-Fructose-L-Histidin in Tomaten den besten Schutz vor Prostatakrebs bewirkt.

Histaminintoleranz und grüne Tomaten

Wer unter Histaminintoleranz leidet, muss sich leider mit dem Genuss von Tomaten zurückhalten, da sie relativ viel Histamin enthalten. Auch ist das Histidin eine Vorstufe von Histamin. Tomatenpflanzen gehören, wie Kartoffeln, zu den Nachtschattengewächsen. Grüne Stellen enthalten das giftige Solanin, das Magen-Darm- und Kreislaufprobleme hervorrufen kann. Beim Kochen wird der Stoff nicht zerstört. Deshalb können beispielsweise Marmeladen aus den grünen Früchten nicht empfohlen werden, auch wenn der Solaningehalt hier aufgrund der Verdünnung mit Zucker vermindert und die Verzehrmenge normalerweise gering ist.

Tomatenmark und Co. als Nahrungsergänzung

Tatsächlich sind die schmackhaften roten Tomaten so gesund, dass manche Experten empfehlen, täglich 250 Gramm davon zu essen. Wem das nicht gelingt, der kann sich vornehmen, sein tägliches Käsebrot mit Tomatenmark zu verzehren. Interessanterweise enthalten offenbar Tomatenmark, Ketchup und Tomatensoße verhältnismäßig mehr Lycopin als frische Tomaten. Der rote Farbstoff sitzt nämlich in Zellen unter der festen Außenhaut. Er wird erst beim Erhitzen optimal herausgelöst und für den Körper verfügbar. Somit hat Tomatenmark einen Wirkstoffgehalt wie ein Extrakt und ist gleichzeitig ein leckeres, universell einsetzbares Nahrungsmittel. Außerdem sind die schützenden Substanzen in Kombination, so wie sie im Lebensmittel enthalten sind, am wirksamsten.

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