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Buchinger-Fasten: Körper und Seele entschlacken

Buchinger Fasten
Beim Fasten soll der Körper entschlackt und entgiftet werden. Zusätzlich erhoffen sich die Fastenden oft eine „seelische Reinigung“: So wird das Fasten auch zu einer Zeit der Selbstfindung. Sehr bekannt ist das Buchinger Fasten. Es wurde 1920 von Dr. Otto Buchinger begründet und soll schonend sein. Statt eines vollkommenen Verzichts auf Kalorien werden dem Körper wichtige Vitalstoffe wie Vitamine, Spurenelemente und Mineralien durch Säfte und Gemüsebrühe zugeführt.

So funktioniert das Buchinger Fasten

Zunächst wird der Körper an den sogenannten Entlastungstagen auf das Buchinger Fasten vorbereitet: Leichte Kost, viel Flüssigkeit und Ruhe stimmen Körper und Geist auf die kommenden Tage ein. Das eigentliche Fasten beginnt mit einer Darmentleerung. Fünf Tage lang sind dann nur Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäfte, Tee und Wasser erlaubt. Insgesamt werden dem Körper in dieser Zeit täglich etwa 250 bis 500 Kilokalorien zugeführt. Danach erfolgt über mehrere Tage nach und nach der Übergang zu normaler Kost. Leichte sportliche Betätigung, Yoga oder Entspannungstechniken ergänzen das Buchinger Fasten.

Wie wirkt das Buchinger Fasten?

Viele Menschen erhoffen sich vom Buchinger Fasten die Linderung von Beschwerden. Studien zeigen: Fasten kann die Stimmung aufhellen und Schmerzen lindern. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen eine positive Auswirkung bei rheumatischen Erkrankungen, eine verbesserte zelluläre Stress-Resistenz und einen Anti-Aging-Effekt. Man sollte sich aber immer bewusst sein, dass einige Effekte nur während oder kurz nach dem Fasten anhalten. Zudem kann das Fasten auch negative körperliche und psychische Auswirkungen haben, wie Muskelabbau, Übersäuerung des Körpers oder starke Stimmungsschwankungen. Vor Fastenbeginn sollte eine ärztliche Beratung stehen.

Was sollte unbedingt beachtet werden?

Um erfolgreich zu fasten, sollte man nicht zu abrupt damit beginnen. Wichtig sind ein oder mehrere Übergangstage. Genauso sieht es nach Beendigung der Fastenkur aus: Der Übergang zur gewohnten Kost erfolgt schrittweise mit leichten, fettarmen Speisen. Um optimal zu entschlacken, unterstützen Darmreinigungen das Buchinger Fasten. Ein Einlauf ist dabei schonender als Abführmittel. Fastenanfänger sollten das Buchinger Fasten entweder in einer Klinik unter therapeutischer Begleitung durchführen oder sich vor Fastenbeginn einem Gesundheits-Check bei ihrem Hausarzt unterziehen.

Wer darf fasten – wer sollte darauf verzichten?

Nur wer körperlich fit ist, sollte fasten. Das Buchinger Fasten gilt zwar als relativ schonend, kann aber eine große Belastung für den Körper darstellen und für einige Menschen sogar gefährlich werden.
Nur mit ärztliche Beratung sollten fasten: z. B. Personen mit Essstörungen (Esssucht, Bulimie, Magersucht), wer regelmäßig Medikamente einnimmt, Schwangere und Stillende, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Stoffwechselerkrankungen, Blutdruckerhöhung, Herzerkrankungen oder Krebserkrankungen, Menschen mit Untergewicht oder altersbedingt geschwächtem Organismus.