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Brainfood – Fitmacher für das Gehirn

Brainfood
Das Gehirn hat den höchsten Energieverbrauch aller Organe im Körper. Beim Erwachsenen verbraucht es 20 bis 25 Prozent des gesamten Energiebedarfs. Noch mehr ist es bei Kindern im Wachstum: Im Vorschulalter sind es bis zu 50 Prozent. Experten sind sich einig, dass eine „gehirnfreundliche“ Ernährung die Gehirnleistung unterstützen kann. Die folgenden Tipps zeigen, wie man sich gesund ernähren und zugleich die Konzentration steigern kann.

Es kann so einfach sein: viel trinken

Oft wird etwas Grundlegendes vergessen: ausreichend trinken. Genügend Flüssigkeit ist Voraussetzung für einen guten Blutfluss. Dieser transportiert Nährstoffe und Sauerstoff zum Gehirn. Bei Flüssigkeitsmangel kommt es zu einer schlechteren Versorgung. Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit sind die Folge. Mindestens zwei Liter Wasser am Tag sollte ein gesunder Erwachsener trinken. Wem Wasser nicht schmeckt, der kann auf ungesüßten Tee oder Saftschorle ausweichen.

Langkettige Kohlenhydrate besser als Traubenzucker

In der Werbung wird häufig versprochen: Traubenzucker (= Glukose) bringt eine sofortige Leistungssteigerung. Das Gehirn benötigt tatsächlich Zucker in Form der kurzkettigen Monosaccharids Glukose. Doch Glukose lässt den Blutzucker sprunghaft ansteigen. Insulin wird ausgeschüttet, der Blutzucker fällt wieder stark ab – es kommt zu einem Leistungstief. Besser sind langkettige Kohlenhydrate (Polysaccharide). Diese werden im Körper langsam zu Glucose abgebaut und liefern gleichmäßig und langfristig Energie. Gute Kohlenhydratquellen sind Vollkornprodukte, Müsli, Haferflocken, Kartoffeln und Vollkornreis.

„Gute Fette“: Nüsse, Fisch & Co

Statt gehärtete, gesättigte Fette zu sich zu nehmen, sollte auf einen möglichst großen Anteil an ungesättigten Fettsäuren geachtet werden. Diese sind Bestandteil der Zellmembranen und Nervenzellen. Sie sind essenziell, das heißt der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Besonders wichtig für das Gehirn sind Omega-3-Fettsäuren. Man findet sie in Seefisch, Nüssen und Trockenfrüchten. Auch viele Speiseöle sind reich an ungesättigten Fettsäuren, zum Beispiel Leinöl, Rapsöl und Walnussöl.

Aminosäuren und Proteine

Mit der Nahrung aufgenommenes Eiweiß (Protein) wird im Körper in Aminosäuren abgebaut. Diese dienen im Gehirn als Bausteine für die sogenannten Botenstoffe, die für unsere gute (oder schlechte) Laune und für die Übertragung von Nervenimpulsen verantwortlich sind. Zum Beispiel wird aus der Aminosäure Tryptophan das Glückshormon Serotonin gebildet. Gute Quellen für Tryptophan sind Nüsse (vor allem Cashewkerne), Datteln, Feigen, Bananen und Schokolade mit hohem Kakaogehalt.

Vitamine, Spurenelemente und Antioxidantien halten die grauen Zellen fit

Die Alterung des Körpers hängt unter anderem vom oxidativen Zellstress ab. Beta-Karotin und die als Antioxidantien wirkenden Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E fangen freie Radikale ab und können das Gehirn fit halten. Sie stecken in Paprika, Orangen, Nüssen oder Sauerkraut. Ebenfalls wichtig für das Gehirn sind bestimmte B-Vitamine, vor allem Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin B12. US-amerikanische Studien zeigen: Wer einen Mangel an B-Vitaminen hat, baut geistig schneller ab.