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Antioxidantien – Schutzstoffe aus der Natur

Antioxidanzien

Sie stecken in Tee, Kaffee und Kakao genauso wie in Obst, Gemüse und Getreide – die sogenannten Antioxidantien. Diese Stoffe schützen die Körperzellen vor schädlichen Umwelteinflüssen und helfen so, gesund zu bleiben.

In allen Zellen unseres Körpers werden durch normale Stoffwechselprozesse auch ständig freie Radikale gebildet. Zusätzlich können Umweltbelastungen zu einer vermehrten Bildung freier Radikale im Körper führen. Diese freien Radikale besitzen ein oder mehrere ungepaarte Elektronen und können daher sehr leicht mit anderen Molekülen reagieren und diese schädigen. Sie stehen im Verdacht, für eine vorzeitige Hautalterung und die Entstehung von Krankheiten wie Koronare Herzkrankheit, Arterienverkalkung, Alzheimer oder Krebs mit verantwortlich zu sein. Antioxidantien sind Substanzen, die freie Radikale unschädlich machen – sie sind sogenannte Radikalfänger.

Antioxidantien schützen die Zellen vor Stress

Wenn sich im Körper zu viele freie Radikale ansammeln, entsteht in den Zellen sogenannter oxidativer Zellstress. Dieser Zellstress führt zu Schäden in Zellen und Geweben und macht den Körper auf die Dauer krank. Dagegen hat er einen wirksamen Schutzmechanismus: die Antioxidantien. Sie sorgen dafür, dass die Balance zwischen Entstehung und Inaktivierung freier Radikale stimmt und dieZellen im Gleichgewicht sind. Somit tragen sie auch dazu bei, dass der Körper gesund bleibt und dieHaut nicht so schnell altert. Antioxidantien werden teils vom Körper selber (endogen) gebildet; andere wiederum müssen mit der Nahrung aufgenommen werden (exogene Antioxidantien).

 

Pflanzen stecken voller Antioxidantien

In Pflanzen stecken wertvolle Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Viele von diesen Stoffen dienen dem Körper als Radikalfänger. Besonders wirksame Antioxidantien sind beispielsweise Vitamin C (Ascorbinsäure) und Vitamin E (Tocopherol) sowie Carotinoide (z.B. Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A) und die Spurenelemente Zink und Selen. Auch viele sekundäre Pflanzenstoffe zählen dazu. Diese Stoffe werden von Pflanzen gebildet, sind für sie aber nicht lebensnotwendig, sondern beispielsweise für ihre Farbe, ihren Geruch oder Geschmack verantwortlich. Vor allem einige Polyphenole wie Resveratrol, Quercetin oder Epigallocatechingallat (EGCG) sind als Radikalfänger bekannt.

Grüntee, Tomaten, Trauben: Diese Nahrungsmittel liefern Antioxidantien

Einige Pflanzen und pflanzlichen Produkte sind nachgewiesenermaßen dafür bekannt, dass sie besonders viele und wirksame Antioxidantien enthalten. Dazu gehört insbesondere Grüntee. Grüntee enthält neben Vitamin C und E außerdem Zink und Flavanole, zum Beispiel EGCG, dem eine antioxidative Wirkung zugeschrieben wird. Ihm wird auch nachgesagt, dass es zu einer gesünderen Haut beiträgt. Auch Tomaten sollen gut für die Haut sein, denn sie enthalten das Antioxidans Lycopin, das unter anderem die Haut vor den schädlichen Auswirkungen von UV-Strahlen schützt. Wer gern Trauben isst, profitiert gleich zweimal: In der Haut und den Traubenkernen steckt Resveratrol und in den Traubenkernen zusätzlich OPC (Oligomere Proanthocyanidine), beides starke Antioxidanzien. Auch Gerstengras, Weizengras, Algen und Shiitake-Pilze enthalten verschiedene Antioxidantien, denen zum Teil auch eine positive Wirkung auf die Hautalterung nachgesagt wird – wissenschaftlich bewiesen ist dies aber noch nicht.

Ausgewogene Ernährung: Das beste Nahrungsergänzungsmittel

Viele der genannten Inhaltsstoffe aus Pflanzen werden auch als Nahrungsergänzungsmittel einzeln oder in Kombination, als Kapseln oder in Pulverform angeboten. Empfehlenswert ist es aber auf jeden Fall, viel Obst und Gemüse zu sich zu nehmen und dabei möglichst viel Abwechslung in den Speiseplan zu bringen. Denn es gibt sehr viele verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, die für unsere Gesundheit und ein schönes Hautbild von Vorteil sein können.